Im Zuge der Baumschneideausbildung am Samstag, den 17.04.2010 in der Nähe von Staufersbuch, führte der Ortsverband Neumarkt des Technischen Hilfswerkes zwei Übungssprengungen durch.

Unter der Leitung des Sprengberechtigten Jürgen Rupp wurde unter anderem eine neuartige Fällsprengmethode angewandt, die sich ein THW Sprengberechtigter ausgedacht hat. Hierzu muß der zu fällende Baum mit einem Holzbohrer in einem bestimmten Muster durchgebohrt werden. Anschließend wird eine Sprengschnur mit 20g Sprengstoff pro Meter durch die Bohrungen gezogen und mit Zündern versehen. Aus gebürendem Sicherheitsabstand zündet dann der Sprengberechtige die Ladung. Zunächst wird aus dem Baum ein Fällkeil herausgesprengt und mit einer Verzögerung von einer halben Sekunde die Trennladung aktiviert. So fällt der Baum exakt in die vorher bestimmte Richtung. Der Sprengknall ist bei diesem Verfahren sehr gering, da der Sprengstoff zum größten Teil im Baum detoniert und somit gut verdämmt ist.

Die zweite Sprengung diente dazu, zwei Stubben aus dem Erdreich zu heben. Dazu wird mit dem Erdbohrgerät schräg unter das Zentrum des Wurzelstockes gebohrt. Mit je 1,5 kg Gesteinssprengstoff wurden die Objekte aus dem Boden gesprengt.

Die Sprengübung ist ohne Zwischenfälle nach Plan verlaufen und hat den gewünschten Sprengerfolg erbracht.